Der Vorstand

Klaus Grundmann

1. Vorsitzender

Klaus Grundmann Guten Tag, mein Name ist Klaus Grundmann, ich möchte mich heute bei Ihnen als Gruppenleiter der Selbsthilfegruppe "Lichtblick" vorstellen. Ich bin seit Januar 1978 trocken, nach Entgiftung und Langzeittherapie. Während dieser Zeit besuchte ich Selbsthilfegruppen in Berlin und erkannte für mich, dass ohne Gruppe kaum eine Chance besteht auf Dauer trocken zu bleiben. Nach etwa 1 ½ Jahren wurde ich Gruppenleiter und war an der Gründung mehrerer Gruppen beteiligt (Vormittagsgruppe, Arbeitskreis "Alkohol am Arbeitsplatz" usw.). Im Jahr 2001 zog ich mit meiner Familie von Berlin in den Landkreis Helmstedt und gründete in Twieflingen eine SHG und im Oktober 2002 zogen wir in die Christuskirche in Schöningen und nannten uns von da an "Lichtblick". Ende 2005 hatten wir die erste Plakatausstellung mit 3 Suchtwochen. Im April 2006 wurde, bisher einmalig im Landkreis Helmstedt, das Selbsthilfezentrum im Prälatenwinkel in Schöningen sowie ein e.V. gegründet. Dort finden die Gruppenabende, sowie telefonische und persönliche Sprechstunden statt. Außerdem wurde die Möglichkeit eines Treffpunktes für Abhängigkeitskranke in alkoholfreier Umgebung geschaffen. Einmal im Monat wird unsere Gruppenarbeit im APZ in Königslutter vorgestellt, außerdem gehören wir zur Fachgruppe Sucht (Gesundheitsamt) in Helmstedt. Wir führen regelmäßig Seminare: zum Thema "Alkoholabhängigkeit und Missbrauch" sowie "Angst und Depressionen" durch. Weitere Projekte sind die Gruppen für Angst und Depressionen sowie für Medikamentenabhängigkeit und die SHG Rauchfrei. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns die Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Plakatausstellung, usw.) sowie durch diese Zeitung. Im Arbeitskreis Sucht wird die für uns wichtige Prävention mit Jugendlichen aufgebaut.

Carsten Brandt

2. Vorsitzender

Carsten Brandt Guten Tag, mein Name ist Carsten Brandt , ich bin 44 Jahre alt, seit 7 Jahren trockner Alkoholiker, verheiratet und habe 2 Kinder. Nachdem ich meinen Führerschein verloren hatte, bin ich auf Druck anderer zu meiner ersten Entgiftung gegangen. Im Abstand von mehreren Monaten folgten weitere 3 Entgiftungen im Landeskrankenhaus (dem heutigen Awo-Psychatrie-Zentrum) in Königslutter. Dann machte ich eine Langzeittherapie. Erst dort begriff ich richtig, dass der Alkohol mich im Griff hatte und nicht umgekehrt. Es wurde mir auch bewusst, wie wichtig eine Selbsthilfegruppe für mich ist. Dort lernte ich zwei ganz wichtige Worte "ich" und "nein" auch gegen den Widerstand anderer anzuwenden, und so meinen Weg der Trockenheit auszubauen. Auch im Urlaub besuche ich eine Gruppe, die Familienkleingruppe. Im Laufe der Zeit bin ich immer besser in der Lage etwas von dem zurückzugeben, was ich gelernt habe. Dies tue ich, indem ich regelmäßig unsere Selbsthilfegruppe im APZ in Königslutter zusammen mit anderen Gruppenmitgliedern vorstelle, mich an der Öffentlichkeitsarbeit beteilige (z.B. Tag der offenen Tür, Selbsthilfetag, Mitarbeit im Arbeitskreis Sucht usw.) und als stellv. Gruppenleiter. Mein Selbstbewusstsein ist weiter gestiegen und dadurch kann ich Rückschläge und Kritik besser wegstecken. Durch diese Arbeit ist es mir auch gelungen, das Rauchen aufzugeben. Seit der Gründung des Selbsthilfezentrums "Lichtblick" im Jahr 2006 bin ich auch 2. Vorsitzender des Vereins. Dies alles tue ich auch um weiterhin zufrieden trocken zu bleiben, wobei mich meine Familie und Gruppenfreunde unterstützen.

Beate Brandt

Schatzmeisterin

Beate Brandt Guten Tag, mein Name ist Beate Brandt, ich besuche als Angehörige zusammen mit meinem alkoholkranken Partner, der seit über 7 Jahren trocken ist, regelmäßig die Selbsthilfegruppe Lichtblick in Schöningen. Die Gruppe hat mir dabei geholfen, zu erkennen was Co-Abhängigkeit ist und Wege zu finden mein Verhalten langsam zu verändern. Ich habe gelernt hinzuhören, über mich und meine Situation zu reden und mich wieder als eigenständigen Menschen mit Wünschen und Bedürfnissen wahrzunehmen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass nicht ich als Angehörige, sondern nur der Betroffene aus eigener Kraft seine Suchtprobleme lösen kann. Als Angehörige habe ich lediglich die Möglichkeit den Betroffenen auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, und durch kleine konsequente Schritte dies zu unterstreichen und die Eigenverantwortung, für sein eigenes Handeln, an den Betroffenen zurückzugeben. Die Alkoholkrankheit ist eine Familienkrankheit, sie betrifft während der nassen, aber auch in der Trockenheit den Partner, die Kinder, Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Trockenheit meines Partners hat sich meine Sichtweise und mein Verhalten im Umgang mit dem Thema Sucht innerhalb der Familie und in meinem Umfeld verändert. Ich gehe nach außen offen damit um, dass es dieses Problem in unserer Familie gibt und welche "Hilfskrücken" wir uns geschaffen haben um den Alltag zu bewältigen. Ganz wichtig ist in meinen Augen, immer wieder offen miteinander zu reden. Nach wie vor ist es für mich als Angehörige immer wieder wichtig mich aktiv mit dem Thema Sucht auseinanderzusetzen. In den Gruppenstunden habe ich die Möglichkeit meine Erfahrungen an andere Angehörige und Betroffene weiterzugeben, ich arbeite im Vorstand des Vereins "Lichtblick e.V." als Schatzmeisterin, gestalte zusammen mit anderen Gruppenmitgliedern die Gruppenzeitung, nehme an Seminaren zu Themen wie Alkoholabhängigkeit, Angst- und Depressionen, Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit teil.

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